Die Beziehung zwischen Mensch und Tier

Tiere üben auf uns Menschen eine ganz besondere Faszination aus. Sie sind für manche Nahrung und Lebensgrundlage, für andere beste Freund:innen und Seelentröster:innen. Doch woher kommt diese besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier, warum können wir auf der einen Seite Tiere wie Schweine, Kühe und Hühner als Nutztiere halten, während wir auf der anderen Seite Hunde, Katzen oder Papageien domestizieren und sie als Haustiere lieben und pflegen? Diesen Fragen möchten wir auf den Grund gehen und die Mensch-Tier-Beziehung genauer beleuchten.

 

Mensch und Tier: Ein Jahrtausendalte Verbindung

 

Prähistorische Höhenmalereien sind der archäologische Beweis dafür, dass es schon seit Menschengedenken eine bedeutungsvolle Verbindung zwischen Menschen und Tieren gab. Große Säugetiere wie Hirsche, Löwen, Bären, Rentiere, Steinböcke oder auch Mammuts tauchen immer wieder als Motive der Malereien auf. Dabei stellt sich auch die Frage: Ist der Mensch ein Tier bzw. wie viel Tier steckt in uns Menschen? Laut Forscher Charles Darwin ist der Unterschied nur graduell. Für ihn ist der Mensch »das dominanteste Tier, das je auf der Erde erschienen ist«.

 

Einem Tier werden laut Definition bestimmte Eigenschaften zugeordnet:

  • Tiere haben einen eigenen Stoffwechsel.
  • Tiere haben Muskelgewebe.
  • Tiere haben ein Nervensystem.
  • Tiere haben Sinnesorgane.
  • Tiere sind fortpflanzungsfähig.
  • Tiere können Schmerzimpulse übertragen und daraus Schlüsse ziehen.

Alles Eigenschaften, die auch auf uns Menschen zutreffen, während Pflanzen, Bakterien oder Pilze kein Bewusstsein entwickeln und ihnen neben dem Nervensystem auch ein Schmerzempfinden fehlt. Per Definition gehören wir in der Biologie zu den Säugetieren und noch präziser zur Familie der Menschenaffen. Jedoch stellt sich der Mensch seit langer Zeit über die Tiere und sieht sich moralisch überlegen.

 

Menschen und Tiere: Die Theorie des Speziesismus

 

Gerade viele Philosophen haben traditionell dem Menschen oftmals eine Sonderstellung zugebilligt. Er sei das einzige Lebewesen mit Geist und Intelligenz. Dieses Phänomen der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies, wird als Speziesismus bezeichnet. Die Menschen stellen ihr Interesse, ein Lebewesen zu verspeisen und es als Nahrungsquelle zu missbrauchen über sein eigenes Leben und erheben sich damit über alle.

Speziesismus zeigt sich auch in der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Tierarten. Während wir uns liebevoll um Katzen, Hamster oder Hunde kümmern, blenden wir das Recht auf Leben bei Schweinen, Rindern oder Hühnern aus und verstehen sie als Nahrungsquelle. Diese Differenzierung und unterschiedliche Klassifizierung von Nutz- und Haustieren ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt und sieht beispielsweise in Indien oder China anders aus, weil dort z.B. Kühe als heilige Tiere gelten (Indien) oder Hunde und Katzen verspeist werden (China). Das finden wir in Deutschland wiederum verwerflich, weil unsere Wertevorstellungen und unsere Beziehung zu diesen Tieren ganz unterschiedlich sind.

 

Mensch und Tier: Die Unterschiede

 

Der Überlegenheitsgedanke fußt auf körperlichen und psychisch-sozialen Eigenschaften, die sich der Mensch gegenüber Tieren selbst zuschreibt. Darunter fallen z.B.

  • Der aufrechte Gang
  • Die Größe des Gehirns uns daraus resultierend das Intelligenzvermögen
  • Die Form des Gebisses
  • Die Fähigkeit eine Sprache zu entwickeln
  • Die Fähigkeit Werkzeuge zu bauen und sie zu benutzen
  • Die Aneignung und Weitergabe von Wissen
  • Die Kommunikationsfähigkeit
  • Zielgerichtetes Handeln
  • Empathievermögen

Jedoch ist die Forschung heute schlauer. Primatenforscher Frans de Waal sagt zum Beispiel: »Bei jeder geistigen Fähigkeit, die ursprünglich als rein menschlich betrachtet wurde, hat sich herausgestellt, dass sie älter und weiterverbreitet ist als zuerst angenommen.« So fand beispielsweise die Forscherin Jane Goodall in den 1960er Jahren heraus, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen und damit dem Menschen viel ähnlicher sind, als zuvor angenommen. Viele der oben genannten Eigenschaften mögen uns zwar von manchen Tierarten unterscheiden, sie machen uns jedoch längst nicht einzigartig.


  

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Emotionale Bindung zu Tieren

 

Die Beziehung zwischen Tieren und Menschen kann starke Emotionen hervorrufen und ist evolutionär bedingt. Diese Erkenntnis geht auf die Theorie der »Biophilie« zurück, die besagt, dass unser Interesse an Tieren tief in uns veranlagt ist. Wir haben seit jeher ein Bedürfnis, mit der Natur in Kontakt zu sein. Der Mensch sehnt sich nach Bindung, die er durch Tiere erfährt. Dazu hat eine enge Beziehung von Mensch und Tier positive Auswirkungen auf unser Stressempfinden, den Hormonhaushalt und den allgemeinen Gesundheitszustand. Die psychische Gesundheit wird durch die Anwesenheit von Tieren gestärkt, weshalb auch zu Therapiezwecken immer wieder Tiere wie Delfine, Pferde oder auch Alpakas zum Einsatz kommen.

 

2011 entdeckten Wissenschaftler:innen vom California Institute of Technology in Pasadena zusammen mit Epileptologen Prof. Florian Mormann von der Universität Bonn in der rechten Amygdala, der für Emotionen wichtigen Hirnregion, Nervenzellen, die besonders stark auf Tierbilder reagierten. Spannend: Egal ob niedlich oder nicht machte dabei keinen Unterschied. Mormann sagt: »Die Amygdala ist evolutionsgeschichtlich eine sehr alte Struktur, und die rechte Hirnhälfte hat sich früh auf die Verarbeitung biologisch relevanter Reize spezialisiert. Der Anblick eines Tieres, das ein potentieller Angreifer oder aber eine fette Beute sein konnte, war sicherlich so ein besonderer Reiz.«

 

Wie Tiere zu neuen Freund:innen werden

 

Die Beziehung von Mensch und Tier übt bis ins hohe Alter eine Faszination aus. Daher sind Projekte wie »Bauernhof statt Altenheim« so wichtig für unsere Gesellschaft. Im Pflegebauernhof in Rheinland-Pfalz übernehmen die Bewohner:innen die Verantwortung und Aufgaben, die im Hofalltag anfallen, finden gegenseitige Unterstützung und vor allem Ansprache. Der Umgang mit anderen Menschen und den Tieren stärkt die Resilienz, ist ein wunderbares Mittel gegen Einsamkeit und ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben im Alter. aidFIVE unterstützt den Verein, und auch du kannst mit dem Kauf eines Loses (Kosten: 5 €) dieses und weitere Projekte für Menschen fördern.

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18.07.2023